Immobilientransaktionen – Share Deal, Asset Deal oder…

Notar Kaufvertrag Immobilientransaktion

Über den klassischen Asset Deal hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Arten von Immobilienkäufen. Die wichtigsten Begriffe erklären wir Ihnen hier.

Der Standard – der Asset Deal

Der Klassiker unter den Transaktionen ist der Asset Deal. Es ist die meist genutzte Variante, wobei die Immobilie direkt erworben und der neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Dabei fällt in der Regel Grunderwerbssteuer in Bundeslandesspezifischer Höhe zwischen aktuell 3,5% und 6,5% des Kaufpreises an.

 

Die professionelle Variante – der Share Deal

Im Fall, dass eine Kapitalgesellschaft Eigentümer einer Immobilie ist, können auch Anteile an der Gesellschaft und somit an der Immobilie erworben werden. Einen Schritt weiter gedacht – Wenn eine Kapitalgesellschaft außer der Immobilie nichts besitzt, kauft man mit einem Anteil auch den gleichen Anteil des Objektes.
Der Käufer wird bei dieser Transaktionsart im Handelsregister eingetragen. Unter bestimmten Bedingungen fällt auch keine Grunderwerbssteuer an.
Da Risiken und Verbindlichkeiten der Gesellschaft beim Kauf mit übernommen werden, ist mehr Vorsicht als beim reinen Grundstückserwerb geboten.

 

Die Beteiligung – der Joint Venture Deal

Bei großen Volumen beteiligen sich oft mehrere Investoren an einem Projekt, was auch bei Immobiliengeschäften Usus ist.
Es schließen sich Investoren mit gleichen oder verschiedenen Anteilen zusammen. Vorteile sind ein jeweils geringerer Kapitalbedard, die höhere Kapazität bei der Bewältigung der verbundenen Verpflichtungen und somit auch oft schnellere Realisationen von Projekten.

 

Die stille Beteiligung – der Club Deal

Bei dieser speziellen Form handelt es sich prinzipiell um ein Joint Venture, allerdings mit dem Unterschied, dass meist nur ein Partner aktiv wird und die anderen als passive Investoren auftreten.

 

Der Projektkauf – der Forward Deal

Bei dieser Variante wird meistens ein noch nicht bestehendes, aber bereits projektiertes Objekt gekauft und nach Baufortschritt bezahlt.
Der Investor übernimmt so einen Teil vom unternehmerischem Risiko und wird dafür mit einem niedrigeren Kaufpreis als beim bereits fertigen Objekt belohnt.

 

Verkaufen und mieten – Sale and Lease Back Deal

Hierbei mag sich erst einmal kein Sinn erschließen – Es kann aber durchaus vorteilhaft sein, ein selbst genutztes Objekt zu verkaufen und selbst anzumieten.
Die größten Vorteile sind höhere Liquidität und unter Umständen Steueroptimierung.

 

Off-Market Deal

Dieser Oberbegriff steht für Verkäufe unter Ausschluss der Öffentlichkeit – Immobilien in dieser Vermarktungsart werden ohne Erregung von Aufsehen oder Nutzung von öffentlicher Werbung ausschließlich interessierten Investoren angeboten.